Energiepolitische Sprecherin Dr. Julia Verlinden (MdB) besucht Firma August Brötje GmbH in Rastede

27.02.17 von Gerd Langhorst

Zu einem Informations- und Meinungsaustausch war Dr. Julia Verlinden, Energiepolitische Sprecherin der Bundestagsfraktion von B90/GRÜNE, am 3. Februar 2017 Gast in der Rasteder Heizungsbaufirma August Brötje GmbH.

An dem Gespräch nahmen teil:

  • Geschäftsführer Sten Daugaard – Hansen,
  • Bereichsleiter Technik Stefan Harms,
  • Bereichsleiter Marketing Burkhard Maier
  • Beriebsratsvorsitzender Rainer Bosse
  • Hauptgeschäftsführer des Bundesverbands der Dt. Heizungsindustrie, Andreas Lücke
  • Stellv. Bgm. und Fraktionssprecher im Gemeinderat Gerd Langhorst

 

Nach einem Rundgang durch die Produktions- und Montagehallen, auf der die aktuellen Produkte erklärt wurden, stellte Herr Daugaard –Hansen die Entwicklung Firma Brötje Heizungsbau in den letzten Jahren vor und erläuterte die aktuellen Baumaßnahmen und Investitionen, mit denen die Firma auf die veränderten Bedingungendes Marktes seit der Energiewende reagiert.

Hauptthemen waren dann die Situation auf dem Wärmemarkt, der den Bereich der Wärmeerzeugung sowohl für den privaten Heizungsbereich, als auch für die von der Wirtschaft benötigte Prozesswärme umfasst, und das Erreichen des Ziels, bis 2020 den Treibhausgasausstoß in Deutschland gegenüber 1990 um 40 % zu verringern.

Frau Verlinden stellte dar, dass die Energiewende im Bereich der Stromversorgung bereits ein gutes Stück vorangekommen sei, sich im Wärmemarkt aber noch zu wenig bewege. So verlaufe die energetisiche Sanierung von Gebäuden noch schleppend und auch die Wirtschaft ließe Einsparmöglichkeiten noch vielfach ungenutzt. Mehr als die Hälfte des Energieverbrauchs werde für Warmwasser, Raum- und Prozesswärme aufgewendet. Investitionen in eine moderne Wärmeversorgung würden nicht nur dem Klimaschutz, sondern auch der in diesem Bereich arbeitenden Wirtschaft dienen. Energetische Sanierung des Wohnungsbestandes dürfe jedoch nicht zur Vertreibung von Mietern führen, sondern müsse sozial gerecht gestaltet werden.

Hierzu erklärte Herr Lücke, dass die Betriebe der deutschen Heizungsindustrie in der Lage seien, hocheffiziente Anlagen unter Nutzung sowohl herkömmlicher als auch erneuerbarer Energie   für die Raumheizung und Prozesswärme herzustellen. Er forderte jedoch klare, mit einer Zeitschiene verbundene Regelungen von der Politik, sowohl die künftige Nutzung von Energieträgern als auch die zum Teil unübersichtliche Zahl von Fördermöglichkeiten betreffend.

Breiten Raum nahm auch die Erzeugung von Wärme mithilfe von elektrischen Wärmepumpen und  gasbetriebenen Brennwertthermen ein. Auch Möglichkeiten einer „Strom zu Gas“ Umwandlung durch Elektrolyse wurden erörtert.

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